#ichbinHanna

Im Sommer 2021 stieß das Engagement junger Wissenschaftler:innen und das Schlagwort #ichbinHanna zu einem drei Jahre alten und vielleicht doch etwas zu einfach gestricktem Erklärvideo des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine Bundestagsdebatte und eine immer noch anhaltende Debatte über die Arbeitsbedingungen junger Wissenschaftler:innen in Deutschland an. #ichbinHanna ist seitdem nicht nur auf Twitter das Schlagwort für die Auseinandersetzung mit den Arbeitsbedingungen in der Wisse...
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Isolationshaft der Wissenschaft im Krieg

Den Anfang machten die Russ:innen; russische Wissenschaftler:innen, um genau zu sein. Mehrere tausend von ihnen unterzeichneten bis heute auf der Plattform trv-science.ru einen offenen Brief, der ein Ende der kriegerischen Handlungen in der Ukraine einfordert. Die Wissenschaftler:innen, darunter fast hundert Mitglieder der Russischen Akademie der Wissenschaften, sehen ausschließlich bei ihrer Nation die Verantwortung für einen Krieg, der historiosophisch herbeiphantasiert und deshalb unmöglich ...
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Wissenschaftliche Politikberatung und Demokratie am Beispiel von Corona

Im Umgang mit dem Corona-Virus und seinen Varianten rückt die Einsicht in den Fokus einer breiteren Öffentlichkeit, dass politische Entscheidungsträger:innen immer häufiger und folgenschwerer von wissenschaftlichen Erkenntnissen abhängen, die zu überprüfen sie selbst außerstande sind. Ohne Fachgutachten, Expert:in oder Zeitschriftenzitat im Rücken würden die Politiker:innen im politischen Betrieb gar nicht mehr ernst- oder wahrgenommen. Dabei fransen die Konturen einer Expertise umso mehr a...
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Das Wagnis wissenschaftlicher Kooperationen mit China

Die Europäische Kommission tut gut daran, die anvisierte Forschungskooperationen mit China auf den Prüfstand zu stellen. Genauer: sie täte gut daran. Denn statt, wie man es bei Kooperationen erwarten würde, beide Seiten zusammen auf den Prüfstand zu hieven, soll nur das chinesische Wissenschaftssystem durchleuchtet werden. Dabei könnte die Perspektive der aufgehenden Sonne durchaus erhellendes Licht auf die europäische Forschungspraxis werfen. So viel Aufklärung will man aber in Brüssel nicht w...
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Unwissenschaftliches Nachdenken über Corona

Es überrascht, überrascht außerordentlich, dass ausgerechnet auf den ausgerechnet von Albrecht Müller begründeten NachDenkSeiten, die für sich selbst beanspruchen, eine Bastion kritischen Graswurzel-Journalismus zu sein, zum Sammelbecken werden für Menschen, die derzeit Impfungen gegen den Covid19-Virus vehement ablehnen. Da wird in aktuellen Beiträgen selbst dem Deutschen Ethikrat, einer „pervertierten Institution“, deren Mitglieder „Brandstifter“ seien, die in einem „repressiven System“ „fa...
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Von der verteilten Exzellenz zur vernetzten Exzellenz

Exzellenz ist wenn alles glänzt. Das stimmt auch für die Exzellenzinitiative, selbst wenn dies so nicht intendiert war. So strahlt die deutsche Hochschullandschaft in neuem Glanz. Doch anstatt herausragender Leuchttürme, soll deren Erscheinungsbild nun doch eine Wolkenkratzerskyline prägen, indem die Etagen sämtlicher Universitäten aufgestockt werden. Das ist richtig, hätte man aber auch gleich so benennen und anpacken können. In der letzten Stunde für die Wissenschaft der Friedrich-Ebert-St...
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Bit für Bit zur Exzellenz

Corona und pandemische Einschränkungen, das wollen wir doch hoffen, bleiben eine Ausnahme und uns künftig erspart. Hat doch das Virus, als die Hochschulen alternativlos auf digitale Lehre und Prüfungen angewiesen waren, schonungslos deren Defizite und Lücken aufgedeckt. Diese zu beheben und auszubessern ist nicht nur im Hinblick auf kommende, leider nicht auszuschließende Pandemien nötig, sondern schon deshalb dringlich, weil das lebenslange Lernen sich längst schon hinaufgeschraubt hat in ...
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Bodennullpunkt des Wissens

Die Bundestagswahl hat die Wissenschaft entschieden. Dieser Satz kann so stehen bleiben, weil unklar ist, was darin Subjekt und was Objekt ist. Er kann aber auch so stehen bleiben, wenn der Satz ein neu definiertes Wissen voraussetzt und die Wissenschaft implizit an einen Neustart stellt. Das jedenfalls ist in etwa das Gedankenexperiment, dem sich, gewissermaßen als Wahlprüfstein, die Technisch-Literarische Gesellschaft (TeLi) in München unterzogen hat. Deren Vorsitzender, Wolfgang Goede, fü...
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KI-App für Demokratie-Update

„Wo dem Staat eine Entscheidungsspielraum bleibt, darf eine KI höchstens vorbereitend mitwirken“, stellt Daniela Kolbe unmissverständlich klar. Die Vorsitzende der Enquetekommission ‚Künstliche Intelligenz‘ des Deutschen Bundestages will die Diskussion um die gesellschaftliche Verantwortung im Umgang mit datenbasierten Programmen, kurz Apps, tiefer in die Öffentlichkeit tragen. Datengrundlage für ihre Mission ist der 800 Seiten umfassende Kommissionsbericht. Denn genau das leistet der Bericht: ...
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Geschätztes Risiko, geschätztes Publikum

Wenn Thorsten Schmidt von der Universität Freiburg nach Beispielen sucht für das Potential Künstlicher Intelligenz, muss der Mathematiker nicht lange nachdenken: Mit einer konkurrenzlosen Trefferquote sagen programmierte Elektronengehirne die räumliche Faltung von Proteinen vorher – allein aufgrund der Aminosäuren, aus denen die Proteine zusammengesetzt sind. Es ist noch gar nicht so lange her, da haben noch antiquierte Menschen (im Rahmen der bürgerwissenschaftlichen Initiative science@home) s...
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