Künstliche Intelligenz – Chancen und Risiken

Einen einzeiligen Beweis gefällig, dass Computer kein Schach spielen können? Bitte sehr: Eine im Durchschnitt 45 Züge dauernde Schachpartie erlaubt im Durchschnitt 40 Zugmöglichkeiten je Halbzug; daraus folgt, dass der Computer für ein siegreiches Spiel… knatter … spotz … mehr als sage und schreibe 10106 realisierbare Stellungen antizipieren müsste – das sind im postmöllemannschen Zeitalter immerhin 100 Trillionen Mal mehr Stellungen, als das Universum an Elementarteilchen vorhält – q.e.d. D...
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Black Box, Black Friday – oder Wer reguliert wen?

Die Finanzmärkte befinden sich im Datenrausch. Ihr heutiges Eldorado sind digitale Nuggets, die in den Minen des 21. Jahrhunderts nicht geschürft, sondern trainiert werden, trainiert zu Prognosemodellathleten, die Investitionsrisiken erfolgreich(er) eingrenzen. Dass die Modelle mit ihren Prognosen nicht immer richtig liegen, räumt der Finanzmathematiker von der ETH Zürich, Wahid Khosrawi, ein, doch lägen sie häufiger richtig als bisher verfügbaren Modelle – und das Trainingslager ist ja noch ni...
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Zur KI europäischer Prägung

Dass die Endkontrolle einer Entscheidung beim Menschen liegen müsse, sei Konsens in der KI-Forschung, erklärte Philipp Hennig von der Universität Tübingen auf der Auftaktveranstaltung des Wissenschaftsforums. Bezogen auf die Medizin gibt es demnach so etwas wie einen therapeutischen Vorbehalt, der bei der Ärztin liegt und dem Expertensystem die Rolle diagnostischer Unterstützung zuweist, die ihre Grenze in Therapievorschlägen findet. Dieser Konsens ist nicht selbstverständlich, weshalb an diese...
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KI macht Gesellschaft

Man würde künstlicher Intelligenz nicht gerecht, würde man sie als Fünfte Gewalt bezeichnen – denn sie steht über den Gewalten. Parlamente, Regierungen, Gerichte und Medien machen in gleichem Maße von ihr Gebrauch. In der Auftaktveranstaltung des Wissenschaftsforums zur KI mit Professor Dr. Philipp Hennig von der Universität Tübingen wollen wir die Frage aufgreifen, welche Ausprägungen von Gerechtigkeit, Fairness und Gemeinwohl in Algorithmen implementiert werden und vor allem, wer sie mit w...
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KI-Veranstaltungsreihe 2021

„Stehen sich in der Politik künstlich intelligente Entscheidungen und natürlich doofe Entscheidungen gegenüber, wo sind dann die Entscheidungen der SPD anzusiedeln?“ mag künstlich und wenig intelligent klingen als Einstiegsfrage in eine Veranstaltungsreihe zur künstlichen Intelligenz in der Politik, die das Wissenschaftsforum in der Sozialdemokratie Baden-Württemberg e.V. vom 15. Mai bis zum 3. Juli veranstaltet. Tatsächlich aber drängt gerade diese Frage sich bei der attributiven Bestimmung de...
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Im Netz der Wissenschaftsfreiheit

Forschung und Lehre geraten in Deutschland immer stärker unter Druck, unter moralischen Druck. So empfinden das die Wissenschaftler*innen, die das ‚Netzwerk Wissenschaftsfreiheit‘ gegründet haben. Die Gründung könnte die Diskussion um Freiheit und Verantwortung, um Wertfreiheit und zweckfreie Grundlagenforschung in der Wissenschaft neu entfachen. Es wäre dem Thema zu wünschen. Für die Initiative scheint es ausgemacht, ohne dass damit irgendein Absolutheitsanspruch verbunden sein soll, dass e...
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„Alles ist geplant. Nichts ist so, wie es scheint. Alles ist miteinander verbunden.“

„Alles ist geplant. Nichts ist so, wie es scheint. Alles ist miteinander verbunden.“ So beschreibt Prof. Dr. Butter die Grundlagen von Verschwörungstheorien. Herr Butter nahm als Referent an der ersten Veranstaltung des Wissenschaftsforums Baden-Württemberg 2020 zum Thema „Verschwörungstheorien - Gift für die Demokratie?“ teil. Aufgrund der Corona-Pandemie werden immer mehr Stimmen im Land lauter, die Verschwörungstheorien verbreiten. Deshalb hat sich das Wissenschaftsforum dazu entschlossen ei...
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Das Onkogen der Wissenschaftspolitik

Die Angst vor den Genen liegt tief eingegraben in den Genen der grünen Landtagsfraktion, die sie in Stuttgart in nur zwei Jahrzehnten zur größten Fraktion gemendelt haben. Dort angekommen will die Fraktion nun die politische Auslese selbst in die Hand nehmen und stoppte ein bereits aufgelegtes Förderprogramm für Gentechnik in der Landwirtschaft. Angeblich, weil Freilandversuche unkontrollierbar und nicht mehr rückholbar seien – ganz wie die Ministerin für Wissenschaft und Kunst. Man fragt sich ...
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Studierendenmobilität von Pandemie ausgebremst

Zum Ende des ersten Pandemie-Semesters liegen auch schon erste Studien vor zu deren Auswirkungen auf die Hochschulen. Regionale Unterschiede berücksichtigt die Studie des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) nur auf der Ebene von Staaten, nicht auf der von Bundesländern. Laut DAAD haben 80.000 Studierende wegen Corona Deutschland in Richtung Heimat verlassen, während umgekehrt 8.500 deutsche Studierende aus dem Ausland eben dorthin zurückgekehrt sind. Insgesamt verlaufen die Studi...
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Agora für ein Europa des Wissens

"Für Demokratie und Wissenschaftsfreiheit einstehen", meldet der Deutsche Akademische Austausch Dienst (DAAD) zum Eberbach-Appell europäischer Hochschulvertreter. Da meint man doch die Münze der Wertegemeinschaft, die schon Helmut Kohl beschworen hat und Donald Trump nun einlöst, zu vernehmen im Klingelbecher universitärer Public Relations, die im vorgeblich gemeinen Schulterschluss um öffentliche Unterstützung buhlt. Doch weit gefehlt, der Appell ist erfreulich kritisch und also lesenswert. ...
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