„Open Science“: Wissenschaftlicher Kulturwandel durch Transparenz und Offenheit

Ausgehend von der Einsicht, dass sich viele Ergebnisse der (empirischen) Wissenschaften nicht replizieren lassen, hat sich in den vergangenen Jahren in der Wissenschaft die Praxis verbreitet, den Forschungsprozess von Anfang an und in allen Schritten und Bestandteilen transparent und offen zugänglich zu gestalten. Grundlegendes Ziel ist es dabei, den Forschungsprozess und den Zugang zu seinen Erzeugnissen gerechter, gleicher und freier zu gestalten. Diese wissenschaftlichen Praktiken und damit einhergehende Reformbestrebungen werden allgemein unter dem Sammelbegriff „Open Science“ gefasst. Darunter fallen etwa öffentliche Abruf- und Einsehbarkeit von Forschungsplänen (Open Data) oder die Praxis, Studienergebnisse nach der Veröffentlichung jedem frei zugänglich zu machen (Open Access Publishing).

All dies hat auch wissenschaftspolitische Implikationen und Relevanz. So hat etwa die barrierefreie Open-Access-Veröffentlichung von Forschungsergebnissen starken Einfluss auf die Kosten und Bezahlmodelle im Publikationswesen, was sich insgesamt auf die Forschungsetats der Hochschulen und Länder auswirkt. Dazu steht „Open Science“ in Bezug zu anderen wissenschaftspolitischen Diskussionen, wie etwa dem Thema befristeter Stellen, gerechte Bezahlung für Promovierende und Fragen der Gleichstellung. Über diese und weitere Themen und Fragen in Bezug auf „Open Science“ möchte das Wissenschaftsforum der Sozialdemokratie bei seiner nächsten Veranstaltung diskutieren.

Sie können Sich unter folgendem Link einwählen:

https://www.wissenschaftsforum-bw.de/open_science