Der Beitrag Baden-Württembergs zur Erdüberlastung

Die Erde ist überlastet und die Anzeichen ihrer Überlastung mehren sich. Die Bevölkerung wächst und wächst, von Minute zu Minute leben immer mehr Menschen auf und von der Erde. Noch dazu verbraucht jeder einzelne Mensch immer mehr auf und von der Erde, sodass die Menschheit die Ressourcen der Erde schneller aufbraucht, als die Erde sie wiederherstellen kann. So geht das schon seit Jahren, ja Jahrzehnten. Die Last ist längst eine Überlast, und durch den sich weiter beschleunigenden Ressourcenver...
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BAföG am Ende

Das 1971 eingeführte BAföG ist am Ende. Zu lange schon atmet das Gesetz den Muff räteliberaler Strickpullover, dessen Penetranz über die Konsumansprüche einer privilegierten Studentenschaft hinaus inzwischen weithin ruchbar wird. Die Gesellschaft hat sich geändert. Grundlegend. Deshalb ist es mit Reformen nicht mehr getan. Das BAföG hat eine Generation in eine Position gefördert, aus der heraus sie in der Lage sein sollte, diese Form der Förderung abzuschaffen. Der Kern des BAföG ist so hart...
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Durchhalten statt Innehalten

Zugegeben, Wissenschaftsministerin Theresia Bauer hat ihre Verdienste. Die dürfen jedoch nicht von der Frage ablenken, ob sie im Fall der Verwaltungshochschule in Ludwigsburg stillschweigend rechtswidrige Zahlungen geduldet und deren Einstellung durch die damalige Rektorin aktiv verhindert hat. Solltet dem so gewesen sein, nutzen dem grünen Kabinettsmitglied aus Heidelberg sämtliche sonstige Wohltaten nichts. Dann muss der Ministerpräsident Bauer ihres Amtes entheben, wie es SPD und FDP fordern...
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Wissenschaft im Würgegriff der Politik

Wissenschaftsfreiheit schließt die Selbstverwaltung von Hochschulen ein. Dieser, könnte man meinen, kommen die Hochschulen in Senat und Hochschulrat nach, die mehrheitlich mit Vertretern der Hochschule besetzt sein müssen. Eine Steuerung der Hochschulen gerade entlang politischer Interessen darf es nicht geben. Gibt es aber. In Baden-Württemberg jedenfalls. Das Wissenschaftsministerium nahm gezielt und in täuschender Absicht Einfluss auf die Gremien der Verwaltungshochschule in Ludwigsburg, um ...
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Störfaktor Wissenschaft

Wissenschaftler sind noch weniger als nutzlos, sie stören den Betrieb. Zumindest den Betrieb des baden-württembergischen Verbraucherministers Peter Hauk. Der CDU-Politiker aus dem Odenwald redete gestern im Plenum zur Änderung tiergesundheitsrechtlicher Vorschriften Tacheles. Entgegen seiner Gewohnheit holte Hauk bei der Tierseuchenbekämpfung weit aus und schlug in gewohnt blasierter Unbefangenheit zu – mitten ins Gesicht der Wissenschaft. Man könne, so der Minister mit Blick auf Reinhold Ga...
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Hochschulverband zur Finanzierung von Universitäten

Sie sind viele – jung, begabt und ehrgeizig, vor allem aber günstig, die Nachwuchswissenschaftler, mit denen die Universitäten bei anhaltend hohen Studierendenzahlen die steigenden Ausgaben für ihre Grundstücke und Gebäude kompensieren. Sie sind günstig und befristet beschäftigt, auch weil die Grundfinanzierung der Universitäten schwindet und die Finanzierung zusehends aus schlecht planbaren Drittmitteln erfolgt. Die Nachwuchswissenschaftler dürfen an den Universitäten forschen. Die Lehre profi...
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Marsch in die Demokratiemündigkeit

Die Wissenschaft marschiert. Sie marschiert in die Demokratiemündigkeit. Denn die Wissenschaftler, die sich am Marsch der Wissenschaft beteiligt haben, klagten weniger über Budget- oder Gehaltskürzungen als vielmehr über fehlenden Einfluss. Damit hat sich im 21. Jahrhundert das Selbstbild der Wissenschaft entscheidend gewandelt. Der Ruf nach Einfluss ist unüberhörbar. Die Gesetzgebung müsse sich an gegebenen Gesetzen orientieren, die Gesellschaft sich über der Natur errichten. Die Natur steh...
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Der Innovationsvertrag

So viel Innovation war nie. Liest man den Koalitionsvertrag, bekommt man den Eindruck, die Gesellschaft erfinde sich komplett neu. Innovationen fast auf jeder Seite, serviert als gesellschaftliches Panaceum. Strukturschwache Region? Wandel durch Innovation! Lernfaule Studierende? Innovation der Lehre! Kampf der Kulturen? Innovative Integration! Für Probleme gibt es keine Lösung mehr, nur noch Innovationen. Innovationen haben in der neoliberalen Logik immerhin den wertschöpfenden Vorteil, dass s...
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Die Wissenschaft in Haushaltsberatungen

Die Grünen sind in Baden-Württemberg offen für eine offene Wissenschaft. Schön. Oder sollte man ‚offen‘ sagen? Es gibt einfach Eigenschaftswörter, die jedes Hauptwort schön aussehen lassen. ‚Offen‘ gehört dazu. Wissenschaft allein stehend, nur für sich, scheint als ihre Existenzberechtigung nicht mehr auszureichen. Wir wollen eine offene, demokratische, partizipative, kommunitäre, nachhaltige, robuste, digitale, innovative, exzellente und effiziente Wissenschaft 4.0. Superschön! Von was war doch...
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Gedanken zum Weltwissenschaftstag

Am 10. November ist es wieder soweit. Zum 18. Mal sind wir aufgerufen, über den Beitrag der Wissenschaft zu Frieden und Entwicklung in der Welt nachzudenken. Gut so. Die Wissenschaftsorganisation der Vereinten Nationen wird am Weltwissenschaftstag wieder illustre Preise vergeben – bis auf den für Forscherinnen aus Entwicklungsländern. Nicht so gut.   Seit, natürlich nur koinzident, China nicht mehr zu den Entwicklungsländern zählt und aus den Sowjetstaaten keine Forscher mehr nach Südamer...
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